Die Ermittler haben erste Hinweise auf die Ursache des Gondelunglücks bei Horb am Neckar, bei dem am Dienstag drei Bauarbeiter tödlich verunglückten.
Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass sich das Stahlseil der Transportgondel mit den Arbeitern während der Fahrt nach oben an querlaufenden Drahtseilen verfangen habe und im weiteren Verlauf gerissen sei, teilten die Polizei in Pforzheim und die Staatsanwaltschaft Rottweil am Donnerstag mit. Die Arbeitsgondel, in der sich die drei Arbeiter befanden, war an einem Kran befestigt. Laut einem Polizeisprecher habe sich die Gondel vom Kran gelöst.
Die weiteren Ermittlungen sollen nun klären, wie es zu diesem verhängnisvollen Verfangen des Stahlseils mit den Drahtseilen kommen konnte. Sobald hierzu gesicherte Erkenntnisse vorliegen, sollen diese mitgeteilt werden. Die Gondel war in der baden-württembergischen Stadt aus großer Höhe abgestürzt, die drei Bauarbeiter im Alter zwischen 40 und 46 Jahren starben noch vor Ort.
Die Hochbrücke, auf deren Baustelle die Bauarbeiter abstürzten, soll künftig den Verkehr auf der Bundesstraße 32 über das Neckartal führen. Bisher führt die Bundesstraße ins Tal hinunter und durch die Innenstadt von Horb. Die Brücke soll nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe 2.100 Meter lang werden und bis zu 90 Meter hoch sein. Die Verkehrsfreigabe war demnach bis voraussichtlich 2028 geplant. (afp/red)