Nachdem der linke Verein ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) keine Förderungen mehr aus dem Ressort von ÖVP-Familienministerin Claudia Bauer (vormals Plakolm) bekommt, springen SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler und seine Genossin sowie Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner ein und fördern die Nichtregierungsorganisation (NRO/NGO) nun mit jenem Betrag, der ZARA eigentlich gestrichen wurde – sehr zum Unmut der Bevölkerung, wie eine Umfrage zeigt.

Linker Verein stand vor dem Aus

Das Familienministerium hatte die jährliche Förderung in Höhe von zuletzt 330.000 Euro mit „budgetären Gründen“ abgelehnt. Da ZARA die Förderzusage für 2026 als gesichert betrachtet hatte und bereits in finanzielle Vorleistung gegangen war, führte die Absage zu einem Defizit und zwang den Verein dazu, vorsorglich alle 18 Arbeitsverhältnisse zu kündigen. ZARA dokumentierte daraufhin nur noch neue Fälle von angeblichem Rassismus, konnte aber keine aktive Beratung für neue Anfragen mehr anbieten.

SPÖ-Minister zeigen sich trotz Budget-Krise großzügig

Während Babler und Holzleitner sich „überrascht“ zeigten und Möglichkeiten zur Rettung prüften, wurde die Maßnahme von ÖVP-Seite mit notwendigen Sparmaßnahmen und dem Ziel, Mehrfachförderungen zu vermeiden, begründet. Dann verkündeten die beiden SPÖ-Regierungsmitglieder, dass die Finanzierung für das Jahr 2026 aus den Budgets ihrer beiden Ressorts mit jeweils 150.000 Euro gesichert sei.

Wie berichtet, fehlten dann jedoch Niederösterreichs Beachvolleyball-Hochburg Baden 300.000 Euro, um die World-Tour ausrichten zu lassen. Etwa 40.000 Besucher und tausenden Nächtigunge hätte das der Stadt gebracht, doch in Bablers Ressort waren keine Mittel mehr für die Großveranstaltung übrig, die deshalb nach mehr als 20 Jahren eigestellt werden muss.

97 Prozent wollen weniger NGO-Förderungen

Dass zu viel Geld an NGOs wie ZARA geht, scheint hingegen in der Bevölkerung Konsens zu sein: So zeigt nun etwa eine Online-Umfrage des exxpress die Ablehnung der breiten NGO-Finanzierungen durch die Leserschaft. Dort waren 97 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass NGOs zu viel Geld vom Staat bekommen; gerade einmal zwei Prozent halten die Ausgaben für angemessen.



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