Es hat sich so eingebürgert.

Diejenigen, die sich für Politiker halten, sie reisen von einem “Event” zum anderen, halten salbungsvolle Reden und beschließen, beschließen dies und beschließen das, verpflichten sich hierzu und dazu, werden getragen von einer Wolke sprachlicher Selbszufriedenheit.

Das beschreibt die schwätzende Klasse sehr gut.

Und dann gibt es diejenigen, die ausführen sollen, was die Vollmundigen im Vollbesitz umfassender Ahnungslosigkeit beschließen.

Die Bürger, die höhere Steuern zahlen sollen, damit die Polit-Fritzen ihre Manien finanzieren können.
Die Hauseigentümer, die Auflagen erfüllen müssen, damit sich Polit-Darsteller und ähnlich ideologisch Versehrte einbilden können, sie hätten den Planeten gerettet.
Die Bürgermeister, die bereitstellen, aufnehmen, versorgen, verpflegen müssen, was ihnen die Polit-Darsteller an Humanproblemen in die Gemeinde schicken, abermals, damit sich die Polit-Darsteller und ihre medialen Mundstücke gut fühlen, sich als Menschenfreund inszenieren können.

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Kurz: Es gibt derzeit die schwätzende Klasse, die sich in großer Selbstgefälligkeit suhlt, vor selbst-askribierter Wichtigkeit kaum mehr laufen kann und jede Vernunft und Rationalität auf dem Alter dar gewedelten Tugend zu opfern bereit ist.

Und es gibt diejenigen, die den Salat dann haben. Denen man die Konsequenzen politischer Selbstgefälligkeit vor der Haustür ablädt, von denen die politischen Selbstwohltäter erwarten, dass sie gefälligst das, was Polit-Darsteller im Überschwang ihrer vermeintlichen Tugend beschlossen haben, umsetzen.

Indes wird der Graben, der das salbungsvolle Geschwätz von Polit-Darstellern und ihren freimütigen Umgang mit den Ressourcen anderer von der Realität trennt, immer größer. Ein solcher Abgrund hat nun eine Reihe von Bürgermeistern im Rhein-Neckar-Kreis dazu veranlasst, einen offenen Brief zu schreiben und die Rückkehr zu Vernunft und Normalität einzufordern.

Die Perlen im offenen Brief gleich vorweg:

Bei all dem, was Polit-Darsteller Kommunen an Aufgaben aufladen, werde übersehen, so schreiben die Bürgermeister aus Baden-Württemberg, dass die Kommunen nicht nur die finanziellen Mittel zur Umsetzung ihrer Aufgaben benötigten – vor allem die Ressource “Mensch” sei begrenzt.”

Dass es nicht genug Personal geben könnte, um die Eitelkeitsprojekte der Polit-Darsteller umzusetzen, selbst dann nicht, wenn sie Sinn machen würden, das ist den “Entscheidern” offenkundig noch nie in den Sinn gekommen. Sie treffen in vollkommener Verantwortungslosigkeit und mit einer Wonne, wie sie nur der Ahnungslose zu verspüren vermag, internationale Absprachen und geben deren Umsetzung dann an das niedere Volk in den Etappen, die Proleten, die nicht mit Worten, sondern mit Taten ihr Auskommen verdienen, weiter.

Weiter schreiben die Bürgermeister:

“Darüber hinaus sollen die Kommunen auch noch die gesamte Infrastruktur des Landes umbauen. Wir sollen vor Ort die Energie- und die Mobilitätswende bewältigen, die Wohnungsnot bekämpfen, die Digitalisierung beschleunigen, das Klima und nebenbei auch noch die Demokratie retten.”

Eine kürzere Form, zu schreiben, was wir gerade zitiert haben, wäre: Habt Ihr Landes- und Bundespolitiker noch alle Tassen im Schrank?

Man sieht an diesem offenen Brief sehr schön die Diskrepanz, die sich zwangsläufig zwischen den kompetenzlos Schwätzenden, die hehren Zielen wie dem Schutz des Klimas – man hat ihnen erzählt, sie könnten per Beschluss den Planeten retten und sie glauben es, weil man sich so herrlichdämlich wichtig fühlen kann, wenn man sich einbildet, die Macht über den Planeten auszuüben – verpflichtet sind und dem, was in der Realität mit den vorhandenen Ressourcen und den bekannten Wirkmechanismen machbar ist, auftut.

Wer in seinem Leben außer großen Reden noch nichts geschwungen hat, nicht weiß, welches Ende der Glühbirne in die Fassung gehört, der wird zwangsläufig dann, wenn das Ausleben von Tugend mangels Kompetenz und Qualifikation das einzige ist, womit er sein politisches Elend übertünchen kann, auf Widerstand stoßen. Im Rhein-Neckar-Kreis formiert er sich bereits. Es ist eine Frage der Zeit, bis andere Kreise und Bürgermeister dazukommen. Tatsächlich ist es eine Frage der Salience, der Sichtbarkeit. Schon deshalb haben wir diesen Text veröffentlicht.

Denn:
Berufspolitiker an sich sind ein Problem.
Berufspolitiker, die ihrer Eitelkeit, nicht den Wählern verpflichtet sind, sind ein großes Problem.
Berufspolitiker, denen – weil sie weder kompetent noch intelligent sind, nichts als ihre Eitelkeit bleibt, sind ein zu großes Problem, als dass man sie auf Dauer dulden könnte.



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Von Veritatis

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