Mit Ende des ersten Corona-Jahres offenbarte sich die Misere, die schon lange schwelte, aber durch die Corona-Politik einen Turbo erfahren hatte: Das Bildungsniveau der Lehrlinge in Österreich ist zum Teil erschreckend niedrig.

Zweite Welle des DigiSchecks

Daher lobte das ÖVP-geführte Wirtschaftsministerium eine Förderung für Lehrlingsweiterbildung aus. Im Rahmen der „DigiScheck-Förderung“ wurden nahezu alle Themenbereiche, die Lehrlinge weiterbringen, unterstützt. Von Englisch-Kursen bis Persönlichkeitsbildung, von Softwareanwendung bis Konfliktmanagement konnte ein Lehrling bis zu drei hochwertige Weiterbildungen im Jahr gratis konsumieren.

Mitte November kündigte die schwarz-grüne Regierung an, diese Förderschiene weiterzufahren. Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) will 2023 insgesamt 270 Millionen Euro für die zweite Wellte DigiScheck bereitstellen.

Woke Themen werden gefördert

Kurz vor Weihnachten wurden dann die Anforderungen definiert und veröffentlicht. Der Förderkatalog wurde stark abgespeckt. Jetzt geht es um „Digitalisierung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Energie- und Ressourcenmanagement und berufsbezogene Fremdsprachen“. Konkret werden Weiterbildungen gefördert wie „betriebliches Abfall-, Abwasser- und Abwärmemanagement“ oder „nachhaltiger Einsatz von und Umgang mit Betriebsmitteln“ oder „klimaschonende Arbeitsprozesse, Energieeffizienz“.

Keine Ahnung von Arbeitswelt

Österreichs Unternehmen werden also in Zukunft von den Lehrlingen auf Vordermann gebracht. Wer eine neue Abwasseranlage anschaffen will, fragt in Zukunft den Lehrling. Wer seine Energiebereitstellung auf erneuerbare Energien umstellen will, fragt in Zukunft den Lehrling. Wer sich vor Cyberkriminalität schützen will, fragt in Zukunft den Lehrling. Wer die „Kreislaufwirtschaft im Unternehmen“ fördern will, fragt in Zukunft den Lehrling.

Es ist erschreckend, wie weltfremd neben den Grünen auch die einst sich wirtschaftlich ausgerichtet verstehende ÖVP geworden ist. Denn fast alles, was jetzt gefördert wird, brauchen Österreichs Unternehmen selten bei Lehrlingen. Aber dafür ist es grün, woke und klimafreundlich.



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Von Veritatis

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