Die “Welt” stellt klar: Biden ist nicht senil ‒ er nuschelt nur

Auch in den Mainstream-Medien wird hin und wieder thematisiert, dass das hohe Alter US-Präsident Joe Biden doch etwas zu schaffen macht und er womöglich ein wenig senil ist (um es an dieser Stelle diplomatisch auszudrücken). Doch Autor Hannes Stein stellt in einem Meinungsbeitrag für das Springerblatt Welt klar, dass Biden nicht senil ist – er nuschelt nur.

So habe Biden kürzlich “eine Rede gehalten, bei der sogar Skeptiker zugeben mussten, dass sie ziemlich brillant war”. Außerdem “muss gemeldet werden, dass Joe Biden sportlich ist: Immer wieder wurde er beim Radfahren am Potomac gesichtet; Podien betritt er mitunter mit einem sportlichen Sprung”. Stein stellt weiterhin klar:

“Es gibt ein altmodisches deutsches Wort für das, was Joe Biden ist: rüstig. Jawohl, es handelt sich um einen rüstigen alten Herrn. Manchmal ist er langsam; manchmal schlurft er ein wenig im Gehen. Hin und wieder ist er tüddelig. Na und? Für einen 81-Jährigen ist er trotzdem in erstaunlich gutem Zustand.”

Für die “Vermutung”, dass Biden senil sei, führt Stein eine erstaunlich kreative Begründung an: Biden nuschelt.

Biden sei Stotterer und habe “gelernt, seinen Sprachfehler hinter einem hastigen Über-die-Worte-Huschen zu verstecken”.

Bei den entsprechenden “Falschmeldungen”, Biden sei senil, handle es sich also um nichts als “rechtsradikale Propaganda” von Trump-Anhängern. Doch wie Stein feststellt, machen auch im “linksliberalen Mainstream-Medien” entsprechende Meldungen die Runde. In den USA dürfte dies daran liegen, dass man in den Redaktionsstuben Trump zwar furchtbar fand, allerdings sorgte er für rasant steigende Abozahlen. (Zumindest in diesem Punkt dürfte der Welt-Autor sogar Recht haben.)

Stein moniert schließlich, dass es umso unverständlicher sei, dass der deutsche Journalismus “sich so gläubig an die Erzählung von der Hinfälligkeit des Joe Biden hänge”. Auf der Suche nach Gründen führt der Welt-Autor unter anderem an, dass die deutschen Journalisten lediglich neidisch seien, dass die USA – im Gegensatz zu Deutschland – ihre Energiewende zu einem “Erfolg” führen.

Stein zieht am Ende noch eine skurrile Parallele zwischen Biden und dem ersten Bundeskanzler der BRD, Konrad Adenauer (CDU): Unter Adenauer, der mit 73 Kanzler wurde, “wurde die Bundesrepublik Deutschland zu dem weltoffenen, liberalen, nach Westen blickenden Gebilde umgebaut, das sie heute noch ist”. Stein sieht zudem noch eine weitere Parallele zu Adenauer: Biden sei “nicht nur weise, sondern auch listig – ein alter Fuchs”.





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Von Veritatis

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