Das US-Militär hat einen Führer der Schiitenmiliz Kataib Hisbollah in einer dicht besiedelten Gegend von Bagdad per Drohne getötet und dabei das Leben vieler Zivilisten gefährdet. Dies sorgt für weiteren Unmut bei den Irakern. Der Wunsch nach einem Abzug der US-Truppen aus dem Land wächst.

Immer wieder versuchen die Amerikaner mit Drohnenangriffen hochrangige Milizenführer von vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppen im Irak und in Syrien auszuschalten. Zivile „Kollateralschäden“ werden dabei einfach in Kauf genommen. So auch eben erst, als das US-Militär mindestens einen Anführer der vom Iran unterstützten irakischen Schiitenmiliz Kataib Hisbollah mit einem Drohnenangriff tötete. Dieser Angriff fand in einer dicht besiedelten Gegend der Hauptstadt Bagdad statt, was den Unmut der Iraker erhöhte.

Die Regierung des Iraks verurteilte am Donnerstag die Verletzung der Souveränität des Landes und warnte davor, dass dies die politische Führung einen großen Schritt näher daran bringt, die amerikanischen Truppen vollständig aus dem Irak zu vertreiben. Der militärische Oberbefehlshaber des Iraks verurteilte das „offensichtliche Attentat“ auf einen vom Iran unterstützten Milizenführer „im Herzen eines Wohnviertels“ in Bagdad, bei dem viele Unbeteiligte hätten getötet werden können. In der Erklärung betonte er, dass die USA „keine Rücksicht auf zivile Leben oder internationale Gesetze“ gezeigt hätten.

Angesichts dessen, dass Washington den Irak für die eigenen Operationen in Syrien benutzt (oder missbraucht, je nach Sichtweise), könnte eine Ausweisung der US-Truppen zu einer Verkomplizierung der amerikanischen Aktivitäten in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land führen. Immerhin dient der Irak auch als Basis für logistische Maßnahmen und die Vorbereitung von Angriffen auf Ziele in Syien.





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Von Veritatis

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