Tobias Riegel kommentiert in seinem Beitrag die Rede der Außenministerin Annalena Baerbock, die sie zum Thema „Ein Jahr Nationale Sicherheitsstrategie“ gehalten hat. Die Politikerin der Grünen sollte als Außenministerin eigentlich die oberste Chefdiplomatin sein, sie geriere sich aber „wie eine ideologisch begeisterte Kriegsbeauftragte“. Sie betreibe Meinungsmache, indem sie Ursachen und Symptome verdrehe – das Prinzip wende sie auch bei der Energiekrise an: „Es ist die übliche Strategie der Grünen, Entwicklungen, die sie durch verantwortungsloses und ideologisches Vorgehen selber mit zugespitzt haben, als höhere Gewalten zu bezeichnen, denen sie sich heldenhaft in den Weg stellen.“ Wir danken für Ihre Zuschriften, Ala Goldbrunner hat für Sie eine Auswahl zusammengestellt.

1. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren von den NDS, sehr geehrter Herr Riegel,

was die Leiterin des Auswärtigen Amts Annalena Charlotte Alma Baerbock (ACAB) regelmäßig ans Volk richtet, spottet jeder Falsifikation. Ich hoffe, wir kommen als Gesellschaft einigermaßen unbeschadet aus diesem Zirkus. Jüngst rechtfertigt ACAB die sechsstelligen Kosten für ihre persönliche Visagistin in der ihr eigenen Art. „Ansonsten sieht man aus wie ein Totengräber, weil man total grau ist.“ ACAB möchte nicht aussehen wie ein Totengräber, doch agiert sie wie einer. Da ist wieder so eine 360 Grad Drehung der Baerbockschen Art. Nach Angaben des Auswärtigen Amts beliefen sich die Kosten der Begleitung von ACAB durch eine Maskenbildnerin zu Bild- und Fernsehterminen im In- und Ausland im Jahr 2022 auf rund 136.500 Euro. ACAB ist für mich eine Mischung aus Pippi Langstrumpf („Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“), Einfaltspinsel und Furie. Die Baerbocksche Trinität.

Wer erinnert sich noch an Homer Simpsons Schminkflinte? Es geht auch günstiger, wenn die Phantasie sich austoben darf.

Wer in der Bevölkerung nicht dem Narrativ folgt und das auch artikuliert, erfährt moralische Diffamierung. Für mich zeigt sich die Zeitenwende darin, wie viele dabei mitmachen. Mittlerweile dürfte jedem Leser der NDSklar sein, wie es gelingt, eine Gesellschaft auf Linie zu bringen, auch wenn es den eigenen Interessen schadet, und die Geschichte verfälscht werden muss. Jeder ist Teilnehmer dieses Experiments. Irgendwann lässt sich das Theaternicht mehr aufrechterhalten, und es kommen die bekannten Rechtfertigungen à la „das wussten wir nicht.“ Letztendlich wird damit Verantwortung abgelehnt; von Reue will ich gar nicht erst anfangen.

Mir fällt Hannah Arendts Erkenntnis von der Banalität als einer Erscheinungsform des Bösen ein, wenn ich mir die Atmosphäre zu erklären versuche, welche einem von Politik, Leitmedien, Intellektuellen bereitet wird. Zaghaft wird nun von einigen zurückgerudert, denn der Opportunismus hat immer Konjunktur. Exemplarisch hierfür ist für mich der Artikel in der Süddeutschen Zeitung von Anfang Juni 2024 „Maulkorb für Regierungskritiker“.

Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj ist nicht mehr sakrosankt bei unseren Meinungsführern. Nicht wenige von denen stellen sich die Frage, wie komme ich aus der Nummer wieder heraus, ich habe noch einige Jahre vor mir in der Öffentlichkeit. „Lebbe geht weider.“ Das sagte Dragoslav „Stepi“ Stepanović nach der verpassten Meisterschaft 1992 mit Eintracht Frankfurt.

Liebe Grüße
Jan Schulz

2. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel,

diese Regierung scheint nur noch aus Kriegsministern zu bestehen.

Die eigentlichen Ressorts werden kriegstauglich untergeordnet.

So so, 83 Millionen stehen hinter dieser Politik? Das erlebe ich in Gesprächen ganz anders. Die Berliner Blase bekommt das natürlich nicht mit, bzw ignoriert das. Weltweiten Freunden stehen zunehmend weltweite Skeptiker und zunehmend auch Feinde dieser Politik gegenüber. Die Wahrnehmung dieser Dame scheint schwer getrübt zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Jahn

3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

vielen Dank für die präzise und umfassende Aufklärung. Mir würde es schwerfallen, diese kühle, berufliche Distanz zu bewahren angesichts einer, eines, unsäglichen, ja was ist das eigentlich?

Frau Außenminister Annalena Baerbock, oberste Diplomatin des mächtigsten Landes von West- und Mitteleuropa kostümiert sich als Räuber Hotzenplotz, mit Coronamaske, Stahlhelm und Kampfmontur. Alles auf einmal, wovor ihr Angst haben sollt! Ihre Wähler können sie nicht nur einmal, sie sollen, sie müssen, Angst haben. Die Frau spielt Pippi Langstrumpf auf internationaler Bühne und hält das für den Kindergarten. Was anderes als Kindergarten kann sie halt nicht.

Nur muss man Pippi Langstrumpf zugute halten, dass sie ein kindlich romantisches Theater in einem beschränkten Rahmen aufgeführt hat, in der Kinderwelt. In dem Kontext kann man das sogar als konstruktiv bezeichnen. Es macht den Kindern Mut und hat Humor.

Die Baerbocksche dagegen ist destruktiv bis zum Tod. “Jeder Quadratzentimeter!”, jetzt erst recht, bis zum Endsieg! Das muss sie von ihrem Großvater haben. Was der Großvater ihr offenbar nicht erzählt hat, sind die 60 Millionen Tote, die das in Europa angerichtet hat. Unermessliche Selbsterhöhung, kranke Ideologie und fernab jeglicher Realität und Menschlichkeit, Baerbock und ihr Sumpf sind in Geist Handlung wie damals.

Das Gute daran, sofern man das überhaupt sagen kann, ist die Wiederholung der Geschichte als Farce. Heute ist der Kaiser nackt. Mag sein, dass ihre Wähler das Lenchen “mal können”, sie selbst kann allerdings überhaupt nicht. Keiner nimmt sie mehr ernst. Ihr Chef, der Olaf, immerhin noch deutlich seriöser als Annalena, wurde in Russland bereits vergessen. Vergessen ist Steigerung von “nicht wahrnehmen”. Was ist die Steigerung von “vergessen”?

Das wirklich Positive spielt sich zur Zeit ganz woanders ab. Orbans erste Amtshandlung als EU-Chef ist eine Reise nach Kiew, um Friedensverhandlungen vorzubereiten. Das Ukrainische Militär sieht langsam ein, dass die Sache verloren ist und in Russland redet man vom Ende des Krieges im Herbst. Wenn jetzt die Amerikaner noch bis November mit sich selbst beschäftigt bleiben, dann könnte das was werden, dass sich Europa aus der vom Großen Bruder gewollten Katastrophe noch heimlich herauswindet, bevor es zum ganz großen Knall kommt.

Dann könnten wir entspannen und uns amüsieren über den “Großen Knall”, den mal eine Deutsche Außenministerin hatte.

Viele Grüße,

Rolf Henze

4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

das gezeigte Wahlplakat der NATO=OLIV-GRÜNEN mit der ISRAEL-USA-hörigen Frau Baerbock hat doch alles gesagt . . .

„ASSANGE VERSAUERN LASSEN“!

Etwas anderes ist doch auch nicht passiert.

DIE GRÜNEN Kriegshetzer wie immer . . .

LINKS BLINKEN, RECHTS ABBIEGEN !

Aber nicht nur die GRÜNEN bedienen sich ausgiebiger Doppelmoral.

Auch die CUM=EX-Partei eines NOCH-Kanzlers Scholz ist davon reichlich betroffen.

Macht aber nichts . . . ein Großteil des Wahlvolk leidet wie ihr Kanzler unter Gedächtnisverlust.

Aber nur bis die ersten Krüppel nach Hause kommen.
Dann feiert die AMPEL ihren Veteranentag.

M f G
B. Schroeder

5. Leserbrief

Werte NDS,

der Stellenwert, den die aktuelle Außenministernde bei ihren Kunden – also den Ländern außer der BRD – hat, kann man an ihrem Reiseplan ablesen.

War sie zu Beginn ihres Volontariats noch in China, Saudi-Arabien etc.,- so reist sie doch mittlerweile nur noch in den westlichen amerikanischen Satellitenstaaten herum. Die Anderen wollen sie nicht mehr sehen, und die Einen können sich wohl nicht dagegen wehren.

Wunderschön deutlich haben das die Chinesen bei ihrem letzten Besuch gemacht, als am Ende der Fliegertreppe weder ein roter Teppich noch irgend ein Empfangskommitee wartete und sie da alleine auf dem Rollfeld herumstand… Das sollte denn auch der letzte Trott.. äh Azubi – genderkorrekt Azubine – verstanden haben.

(Nebenbei, auch einer Person Habeck (gendern macht Spaß) haben die Chinesen kürzlich auf ähnlich subtile Weise gesagt, er möge doch besser nicht mehr kommen. Was ein Zufall.)

Kein Wunder also, daß die nahezu beschäftigungslose Außenministernde neue Betätigungsfelder sucht, warum also nicht als Kriegstreibermininsternde.

beste Grüße
Ulli Schott

6. Leserbrief

Wer so mit Mumm und Tapferkeit für jeden Quadratzentimeter und unsere Werte kämpfen will – der braucht einen tollen Namen für seine Armee!!

Ich schlage vor: Deutsche Wertmacht.

Das R darf gern gerollt werden.

Martin aus S, wo nun auch olivgrüne Straßenbahnen rollen 🙁

7. Leserbrief

Sehr geehrte Nachdenkseiten,

gute Analyse von Tobias Riegel. Es ist schlicht unbegreiflich, was da abgeht!

Derartige ungebildete, tumbe Schreihälse hatten so vor 80, 90 Jahren schon mal die Macht. Diesmal geht es mittels invertiertem Totalitarismus und invertiertem Rassismus ums Ganze, und es gibt offensichtlich keinen Weg zurück. Denn der real existierende, wachstumsbasierte Neoliberalismus ist am Ende. Die Gier der Eliten ist zwar unersättlich, aber Ressourcen sind leider eben nur endlich.

Danke auch für die neuen O-Töne von Herrn Müller aus dem Reich der Bösen!

Freundliche Grüße, und weiter so, Wolfgang Blendinger

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Von Veritatis

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