Nach einer brutalen Gruppenattacke im November 2025 in Wien-Floridsdorf müssen sich nun zehn junge Migranten vor Gericht verantworten. Die Angeklagten, allesamt Syrer im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, sollen an einem bewaffneten Übergriff beteiligt gewesen sein. Einem von ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen.
Syrer wollten Kontrahenten „Abreibung“ erteilen
Laut Anklage wurde die Tat im Vorfeld über Chatgruppen organisiert. Ziel sei es gewesen, einen Kontrahenten gezielt anzugreifen und ihm eine „Abreibung“ zu erteilen. Als Treffpunkt diente zunächst ein islamisches Zentrum, von wo aus sich die Gruppe in Richtung Skaterpark beim Wasserpark bewegte.
Dort eskalierte die Situation nach gegenseitigen Provokationen. Mehrere Beteiligte waren bewaffnet, unter anderem mit Messern, Schlagringen, Pfefferspray, Stöcken sowie einer Schreckschusspistole. In der Folge kam es zu einem gewaltsamen Angriff.
Migranten-Fehde forderte zwei Schwerverletzte
Zwei Jugendliche wurden dabei schwer verletzt: Ein 15-Jähriger erlitt einen lebensgefährlichen Stich in die Brust, ein 18-Jähriger mehrere Stichverletzungen. Beide konnten nach medizinischer Behandlung stabilisiert werden.
Lange Haftstrafen möglich
Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Beschuldigte festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft. Weitere Verdächtige werden noch gesucht. Der Prozess am Wiener Landesgericht für Strafsachen steht unmittelbar bevor. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten teils empfindliche Haftstrafen, auch aufgrund möglicher Vorstrafen.
Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.