Forscher des MIT sind dem Verständnis der Funktionsweise des blauen Planeten ein kleines Stück näher gekommen.

Forscher des MIT sind dem Verständnis der Funktionsweise des blauen Planeten ein kleines Stück näher gekommen.Foto: iStock

Welche selbstregulierenden Mechanismen das Leben auf der Erde über Jahrtausende hinweg möglich machen, ist schon lange Gegenstand der Forschung und Wissenschaft. Nun gibt es weitere Erkenntnisse, die einen Durchbruch im Verständnis über klimatische Veränderungen bedeuten.

Eine Studie von Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA bestätigt, dass unser Planet über einen selbstregulierenden Mechanismus zwecks Temperaturausgleich verfügt. Das sich seit Jahrmillionen verändernde Klima wird so in einem stabilen und auch bewohnbaren Bereich gehalten.

Die Frage, wie sich das Klima der Erde stabilisiert, sei wichtig für das Verständnis der Erdgeschichte, den langfristigen Folgen des Klimawandels und der Bewohnbarkeit des Planeten, erklärt Constantin Arnscheidt, Doktorand am MIT mit Schwerpunkt Erd-, Atmosphären- und Planetenkunde. Er ist einer der Autoren der veröffentlichten Studie.

Hintergrund

Das Klima der Erde ist einem stetigen Wandel unterworfen: Ein globaler Vulkanismus entwickelte sich zu einer Eiszeit und aufgrund einer extremen Verschiebung der Sonneneinstrahlung erwärmte sich unsere Hemisphäre. Und doch war Leben in den letzten 3,7 Milliarden Jahren – je nach Definition – auf unserem Planeten möglich.

Wissenschaftler vermuten schon lange, dass die sogenannte Silikatverwitterung eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Kohlenstoffkreislaufs der Erde spielt. Die Theorie besagt, dass der Mechanismus im Verwitterungsprozess eine geologisch konstante Kraft darstellt, welche die Kohlendioxidentwicklung kontrolliert.

Einen direkten Beweis für das kontinuierliche Funktionieren einer solchen Rückkopplung – dieser Art Stoßdämpfersystem – gab es nicht. Bis jetzt.

66 Millionen Jahre alte Daten

Die neuen Erkenntnisse beruhen auf einer Untersuchung von Paläoklimadaten. Diese zeichnen Veränderungen der globalen Durchschnittstemperaturen in den letzten 66 Millionen Jahren auf. Mittels einer mathematischen Analyse wollten die Wissenschaftler des MIT feststellen, ob die Daten bestimmte Muster erkennen lassen, die für stabilisierende Phänomene charakteristisch sind und somit die globalen Temperaturen auf einer geologischen Zeitskala regulieren.

Mit ihrer Studie belegen sie, dass es ein solch einheitliches Muster gibt und dass dabei die Temperaturschwankungen der Erde über Zeiträume von hunderttausenden Jahren gedämpft wurden.

Leben trotz starker Klimaveränderungen möglich

Diese Ergebnisse sind die ersten, die anhand konkreter Daten die Existenz einer stabilisierenden Selbstregulierung bestätigen und den Mechanismus auf die Silikatverwitterung zurückführen. Diese Rückkopplung würde erklären, warum die Erde auch in der geologischen Vergangenheit bewohnbar geblieben ist.

„Einerseits ist es gut, weil wir wissen, dass die heutige globale Erwärmung durch diese stabilisierende Rückkopplung irgendwann wieder aufgehoben wird“, kommentiert Arnscheidt. „Andererseits wird es hunderttausende von Jahren dauern, bis dies geschieht, also nicht schnell genug, um unsere heutigen Probleme zu lösen.“

(Mit Material des MIT)



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Von Veritatis

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