Oligarchen haben nach Ansicht des Leiters der Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschin Angst, ihren Komfort zu verlieren, daher verzichten sie auf Unterstützung für die russische Armee. Vor diesem Hintergrund befürwortet Prigoschin die Wegnahme der Vermögenswerte von russischen Reichen.

In einem Gespräch mit dem RT-Korrespondeten Konstantin Pridybailo hat Jewgeni Prigoschin, der Chef der russischen privaten Armee Wagner, seine Stellungnahme zu russischen Reichen angesichts des Ukraine-Konflikts abgegeben. Auf die Frage, warum sich viele russische Oligarchen seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Dunkeln halten, antwortete Prigoschin wie folgt:

“Sie haben Angst. Ihnen gefällt der Komfort. Sie wollen alle am Abend in ein warmes Schwimmbecken abtauchen und sich vergnügen.”

Prigoschin zufolge müsse man eines Tages begreifen, dass man sich “von allem Verführerischen in der Welt trennen müsse: von den Restaurants, Kurorten, Datschen, Schwimmbecken”.

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Ferner sprach sich der 61-Jährige dafür aus, diesen russischen Bürgern alles wegzunehmen. Dann wären alle gleich und sogar ehemalige Oligarchen gingen an die Front, so Prigoschin.

Der RT-Journalist sprach auch die Position zum Krieg einiger politischer Gefangener, unter anderem die von Alexei Nawalny an. Prigoschin erklärte, dass für solche Personen das Heimatland Russland sei, wo ausländische “Mentoren wie die Amerikaner” tätig seien. Dies sei in der Ukraine seit 2014 der Fall. Weiter hieß es:

“Sie wollen schöne Dinge, leckere Wurst. Und die Tatsache, dass es kein Land geben wird, das vor ihnen Tausende von Jahren existiert hat, ist ihnen gleichgültig.”

Überdies wurde der Wagner-Chef gefragt, welches Bild von Russland er nach dem Krieg haben wird. Jewgeni Prigoschin antwortete, dass die Hauptaufgabe Russlands derzeit darin bestehe, die Sonderoperation erfolgreich abzuschließen. Nach dem Krieg “muss es ein Land sein, dessen Wort überall gehört wird, auch wenn es nur geflüstert wird”. Russland dürfe sich nicht auseinanderreißen lassen und seine Größe verlieren, betonte er.  

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In gleicher Weise äußerte sich am 25. Dezember der russische Präsident Wladimir Putin. Der Westen wolle Russland nach dem Motto “teile und herrsche” zerstückeln, hieß es. Westliche Länder hätten immer wieder versucht, das Land zu teilen, so das russische Staatsoberhaupt.

Nach dem Interview schrieb Konstantin Pridybailo, dass bei dem Wagner-Gründer die Zuversicht spürbar sei. Prigoschin sei fest von Russlands Sieg und davon überzeugt, dass die Welt und Russland nie wieder dieselben sein würden, so der Journalist.

Das Gespräch erfolgte auf einem Friedhof in Sankt Petersburg bei der Beerdigung des im Krieg in der Ukraine getöteten Wagner-Kämpfers Dmitri Menschikow. Ursprünglich hatte der Gouverneur von Sankt Petersburg, Alexander Beglow, die Beerdigung von Menschikow auf der Heldenallee nicht erlaubt. Jewgeni Prigoschin gelang es jedoch, die Beerdigung des Mannes genau an dem Ort stattfinden zu lassen, den Menschikow in seinem letzten Willen angegeben hatte.

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Von Veritatis

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