Die anstehende Kabinettsumbildung dürfte so aussehen: Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) wird neue Bundesverteidigungsministerin, Anton Hofreiter (Grüne) und Michael Roth (SPD) dienen ihr künftig als Staatssekretäre. Im Gegenzug übernimmt Christine Lambrecht (SPD) das Bundesverkehrsministerium, während Volker Wissing (FDP) die Politik verlässt, um Kommunikationschef bei Elon Musk zu werden.

Scherz beiseite. Das Verteidigungsministerium war schon immer ein Schleudersitz, von Franz Josef Strauß (CSU) bis zu Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Denn in den Berliner Bendlerblock und auf die Bonner Hardthöhe schieben die Kanzler gern Leute ab, die sie kalt oder zumindest ruhigstellen wollen. Und die Generäle sind meist entsetzt über Politiker, die nicht gedient haben und sich erst jahrelang einarbeiten müssen. Das Ministerium und die Bundeswehr sind zwei getrennt voneinander existierende Welten.

Doch wer im Streit um das „kaputtgesparte“ Militär allen Frust nur auf Verteidigungsministerin Christine Lambrecht abwälzen will, sollte sich besser mal mit Generalinspekteur Eberhard Zorn und dem für Ausrüstung zuständigen Abteilungsleiter Carsten Stawitzki beschäftigen. Denn der Generalinspekteur ist als ranghöchster Soldat auch zuständig für den Erhalt der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr; und der Abteilungsleiter Ausrüstung hat sich um die rechtzeitige Beschaffung von funktionierenden Waffen zu kümmern. Dass Letzterer Vizeadmiral der Marine ist, könnte ein Hinweis darauf sein, warum das Heer ständig über mangelhaftes Material und fehlende Ausrüstung klagen muss. Im Landkrieg um die Ukraine spielt das Heer schließlich die maßgebliche Rolle.

Zehnmal mehr als Frankreich

Und so erlebt die Bundesrepublik zu Beginn des neuen Jahres eine Wiederauflage der leidigen Panzerdebatte. Nachdem Frankreich und die USA mit der Lieferung von einigen leichten Panzern vorgeprescht sind, zog die Bundesrepublik mit 40 gebrauchten Marder-Schützenpanzern nach. Bei schweren Kampfpanzern aber soll Deutschland – aus Prestigegründen – in Führung gehen. Großbritannien, Polen und die Ukraine, die FDP und die Grünen machen gehörig Druck, die Unionsparteien sowieso, die SPD ziert sich wie gehabt. Das fein orchestrierte Schauspiel von der Scholz’schen Zögerlichkeit soll die friedensbewegte Mitgliedschaft beruhigen und die störrische Bevölkerung an die zunehmende Kriegsbeteiligung gewöhnen.

Auf seiner Internetseite listet das Bundesverteidigungsministerium penibel auf, mit welchen Waffen und welchem Material die Regierung die Ukraine bereits militärisch unterstützt. Die Liste ist lang und wird ständig aktualisiert. Sie reicht von Flugabwehrpanzern, Pionierpanzern, Brückenlegepanzern und Panzerhaubitzen über gepanzerte Transportfahrzeuge, Schwerlastsattelzüge, Pick-ups, Raketenwerfer, Aufklärungsdrohnen, MGs, Fliegerfäuste, Handgranaten und Munition bis zu Feldlazaretten, Krankenwagen, ABC-Schutz, Winterkleidung, Gefechtshelmen, Zelten und Stromaggregaten. Den Gesamtwert (ohne Schutzgüter) beziffert die Regierung auf bislang 2,24 Milliarden Euro. Und zwar geschenkt, nicht geliehen.

Die zwei Milliarden machen freilich nur einen Bruchteil der tatsächlichen Unterstützung aus. Laut „Ukraine Support Tracker“ des Kieler Instituts für Weltwirtschaft liegt Deutschland, inklusive seines EU-Anteils, auf Platz 2 hinter den USA. Mit 12,6 Milliarden für militärische, humanitäre und finanzielle Hilfe erbringt Deutschland fast so viele Unterstützungsleistungen wie Großbritannien und Frankreich zusammen. Frankreich, das mit seinen Spähpanzern in deutschen Medien zum großen Vorbild hochgeschrieben wurde, liegt bei den Militärhilfen auf dem Level von Norwegen, die deutsche Unterstützung ist zehnmal höher. Das heißt, die Bundesrepublik steckt viel tiefer im Ukrainekrieg, als sie nach außen kommuniziert, de facto ist sie längst Kriegspartei. Denn auf deutschem Boden, auf der Ramstein-Airbase in Rheinland-Pfalz, wird die militärische Unterstützung für die Ukraine koordiniert und beschlossen, auf deutschen Truppenübungsplätzen wird eine große Anzahl ukrainischer Soldaten an westlichen Waffensystemen ausgebildet, beim nächsten Treffen im Ramstein-Format am 20. Januar könnte die Entscheidung für die Lieferung schwerer Kampfpanzer fallen. Das beträfe dann nicht nur den Leopard 2, sondern auch den US-amerikanischen Abrams M1, den französischen Leclerc und den britischen Challenger 2.

Machen schwere Kampfpanzer in diesem bislang auf Distanz geführten Artillerie-, Raketen- und Drohnenkrieg wirklich den entscheidenden Unterschied? Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyj, erklärte dazu Mitte Dezember im Economist: „Ich brauche 300 Kampfpanzer, 600 bis 700 Schützenpanzer und 500 Haubitzen.“ Nur so könne er die Russen aus dem Land werfen, mit weniger seien größere Operationen nicht durchführbar. Und Oberst Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer, der den Krieg seit Monaten per Video kommentiert, ergänzt: „Schützenpanzer ohne Kampfpanzer, das ist wie Nägel ohne Hammer.“ Die deutschen Marder könnten zwar Soldaten und bewegliche Panzerabwehrwaffen (Milan oder Mell) nahe an die Front bringen, doch schwere Kampfpanzer müssten ihnen mit ihren 120-mm-Kanonen den Weg freischießen und sie absichern. Schützenpanzer allein seien aufgrund ihrer geringeren Panzerung leichte Angriffsziele.

Insofern wirkt die Ankündigung, 40 Marder, ein paar alte französische Spähpanzer und 50 US-Schützenpanzer der Marke Bradley für eine rund 800 Kilometer lange Front zu liefern, etwas dürftig, ganz abgesehen davon, dass zwischen Ankündigung und Lieferung meist Monate vergehen. Ob mit der geringen Stückzahl die geplante Offensive zur Rückeroberung der besetzten Gebiete gelingen kann, dürfte auch im Westen bezweifelt werden. Insofern könnte die lautstark geführte Panzerdebatte auf etwas ganz anderes zielen: Zum einen soll Wladimir Putin signalisiert werden, dass der Westen bereit ist, jede Eskalation mit einer Gegeneskalation zu beantworten, er möge sich also gut überlegen, ob er weitermachen will. Zum anderen werden die westlichen Gesellschaften mit jeder Panzer-Portion etwas mehr an Krieg gewöhnt. Dass dieser Gewöhnungsprozess auch gewaltig nach hinten losgehen kann, scheinen die Krieger auf beiden Seiten nicht auf ihrem Radarschirm zu haben. Es reicht deutschen Militärexperten in Bundeswehrhochschulen und Talkshows offenbar nicht, dass Deutschland bereits zwei Weltkriege gegen Russland geführt hat. Und Politiker, die sich dank ihrer späten Geburt mit Botanik (Biologe Hofreiter), Jugendbüchern (Verlagsrepräsentantin Strack-Zimmermann, Autor Robert Habeck) und dem Schutz von Paketboten vor Umgehung ihrer Arbeitnehmerrechte (Justizministerin Lambrecht) beschäftigen durften, zügeln die Krieger nicht, sondern stimmen ins Kriegsgeheul ein oder geben irgendwann in der Zukunft erschöpft auf, wie Lambrecht oder Rolf Mützenich.

Eurofighter und Korvetten

Sollte sich die Anti-Putin-Koalition am 20. Januar auf der US-Airbase Ramstein also für die Lieferung schwerer Kampfpanzer entscheiden, darf man davon ausgehen, dass sich die Forderungen der Falken bereits am Tag danach auf weitere Waffensysteme richten werden: auf Kampfflugzeuge (Eurofighter, Tornado), Kampfschiffe (Fregatten, Korvetten, U-Boote), Bodentruppen und so weiter. Denn es wird nie genug sein. Russland seinerseits wird alles an Waffen und „Menschenmaterial“ einsetzen, was es zu bieten hat, ohne Rücksicht auf Verluste.

In der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs starben in den Schlachten an der Ostfront täglich 5.000 deutsche Soldaten, allein im September 1944 verlor die Wehrmacht 440.000 Soldaten, im Durchschnitt waren es zwischen Juni 1941 und Dezember 1944 mehr als 120.000 Soldaten pro Monat. In fast jeder deutschen – und in fast jeder russischen – Familie gibt es Erinnerungen an Gefallene und Vermisste. Deshalb wollen die Deutschen, laut ARD-Umfrage vom 5. Januar, mit Zwei-Drittel-Mehrheit keine Ausweitung der Waffenlieferungen.

Die US-Militärs aber, die über wenig direkte Kampferfahrung mit der russischen Armee verfügen, glauben, den Krieg schnell gewinnen zu können. General Mark Milley, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte, sagte bereits auf der Eröffnungskonferenz der Ukraine-Unterstützer in Ramstein Ende April 2022: „Die Zeit ist nicht auf der Seite der Ukraine.“ Man müsse also schnell handeln. Offenbar sind die Entscheidungsträger des Westens nun zu der Überzeugung gelangt, eine baldige Entscheidungsschlacht könne den Krieg abkürzen. Es ist an der Zeit, wieder einmal Barbara Tuchmans 1984 veröffentlichte Studie Die Torheit der Regierenden. Von Troja bis Vietnam zu lesen.

herz beiseite. Das Verteidigungsministerium war schon immer ein Schleudersitz, von Franz Josef Strauß (CSU) bis zu Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Denn in den Berliner Bendlerblock und auf die Bonner Hardthöhe schieben die Kanzler gern Leute ab, die sie kalt oder zumindest ruhigstellen wollen. Und die Generäle sind meist entsetzt über Politiker, die nicht gedient haben und sich erst jahrelang einarbeiten müssen. Das Ministerium und die Bundeswehr sind zwei getrennt voneinander existierende Welten.Doch wer im Streit um das „kaputtgesparte“ Militär allen Frust nur auf Verteidigungsministerin Christine Lambrecht abwälzen will, sollte sich besser mal mit Generalinspekteur Eberhard Zorn und dem für Ausrüstung zuständigen Abteilungsleiter Carsten Stawitzki beschäftigen. Denn der Generalinspekteur ist als ranghöchster Soldat auch zuständig für den Erhalt der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr; und der Abteilungsleiter Ausrüstung hat sich um die rechtzeitige Beschaffung von funktionierenden Waffen zu kümmern. Dass Letzterer Vizeadmiral der Marine ist, könnte ein Hinweis darauf sein, warum das Heer ständig über mangelhaftes Material und fehlende Ausrüstung klagen muss. Im Landkrieg um die Ukraine spielt das Heer schließlich die maßgebliche Rolle.Zehnmal mehr als FrankreichUnd so erlebt die Bundesrepublik zu Beginn des neuen Jahres eine Wiederauflage der leidigen Panzerdebatte. Nachdem Frankreich und die USA mit der Lieferung von einigen leichten Panzern vorgeprescht sind, zog die Bundesrepublik mit 40 gebrauchten Marder-Schützenpanzern nach. Bei schweren Kampfpanzern aber soll Deutschland – aus Prestigegründen – in Führung gehen. Großbritannien, Polen und die Ukraine, die FDP und die Grünen machen gehörig Druck, die Unionsparteien sowieso, die SPD ziert sich wie gehabt. Das fein orchestrierte Schauspiel von der Scholz’schen Zögerlichkeit soll die friedensbewegte Mitgliedschaft beruhigen und die störrische Bevölkerung an die zunehmende Kriegsbeteiligung gewöhnen.Auf seiner Internetseite listet das Bundesverteidigungsministerium penibel auf, mit welchen Waffen und welchem Material die Regierung die Ukraine bereits militärisch unterstützt. Die Liste ist lang und wird ständig aktualisiert. Sie reicht von Flugabwehrpanzern, Pionierpanzern, Brückenlegepanzern und Panzerhaubitzen über gepanzerte Transportfahrzeuge, Schwerlastsattelzüge, Pick-ups, Raketenwerfer, Aufklärungsdrohnen, MGs, Fliegerfäuste, Handgranaten und Munition bis zu Feldlazaretten, Krankenwagen, ABC-Schutz, Winterkleidung, Gefechtshelmen, Zelten und Stromaggregaten. Den Gesamtwert (ohne Schutzgüter) beziffert die Regierung auf bislang 2,24 Milliarden Euro. Und zwar geschenkt, nicht geliehen.Die zwei Milliarden machen freilich nur einen Bruchteil der tatsächlichen Unterstützung aus. Laut „Ukraine Support Tracker“ des Kieler Instituts für Weltwirtschaft liegt Deutschland, inklusive seines EU-Anteils, auf Platz 2 hinter den USA. Mit 12,6 Milliarden für militärische, humanitäre und finanzielle Hilfe erbringt Deutschland fast so viele Unterstützungsleistungen wie Großbritannien und Frankreich zusammen. Frankreich, das mit seinen Spähpanzern in deutschen Medien zum großen Vorbild hochgeschrieben wurde, liegt bei den Militärhilfen auf dem Level von Norwegen, die deutsche Unterstützung ist zehnmal höher. Das heißt, die Bundesrepublik steckt viel tiefer im Ukrainekrieg, als sie nach außen kommuniziert, de facto ist sie längst Kriegspartei. Denn auf deutschem Boden, auf der Ramstein-Airbase in Rheinland-Pfalz, wird die militärische Unterstützung für die Ukraine koordiniert und beschlossen, auf deutschen Truppenübungsplätzen wird eine große Anzahl ukrainischer Soldaten an westlichen Waffensystemen ausgebildet, beim nächsten Treffen im Ramstein-Format am 20. Januar könnte die Entscheidung für die Lieferung schwerer Kampfpanzer fallen. Das beträfe dann nicht nur den Leopard 2, sondern auch den US-amerikanischen Abrams M1, den französischen Leclerc und den britischen Challenger 2.Machen schwere Kampfpanzer in diesem bislang auf Distanz geführten Artillerie-, Raketen- und Drohnenkrieg wirklich den entscheidenden Unterschied? Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyj, erklärte dazu Mitte Dezember im Economist: „Ich brauche 300 Kampfpanzer, 600 bis 700 Schützenpanzer und 500 Haubitzen.“ Nur so könne er die Russen aus dem Land werfen, mit weniger seien größere Operationen nicht durchführbar. Und Oberst Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer, der den Krieg seit Monaten per Video kommentiert, ergänzt: „Schützenpanzer ohne Kampfpanzer, das ist wie Nägel ohne Hammer.“ Die deutschen Marder könnten zwar Soldaten und bewegliche Panzerabwehrwaffen (Milan oder Mell) nahe an die Front bringen, doch schwere Kampfpanzer müssten ihnen mit ihren 120-mm-Kanonen den Weg freischießen und sie absichern. Schützenpanzer allein seien aufgrund ihrer geringeren Panzerung leichte Angriffsziele.Insofern wirkt die Ankündigung, 40 Marder, ein paar alte französische Spähpanzer und 50 US-Schützenpanzer der Marke Bradley für eine rund 800 Kilometer lange Front zu liefern, etwas dürftig, ganz abgesehen davon, dass zwischen Ankündigung und Lieferung meist Monate vergehen. Ob mit der geringen Stückzahl die geplante Offensive zur Rückeroberung der besetzten Gebiete gelingen kann, dürfte auch im Westen bezweifelt werden. Insofern könnte die lautstark geführte Panzerdebatte auf etwas ganz anderes zielen: Zum einen soll Wladimir Putin signalisiert werden, dass der Westen bereit ist, jede Eskalation mit einer Gegeneskalation zu beantworten, er möge sich also gut überlegen, ob er weitermachen will. Zum anderen werden die westlichen Gesellschaften mit jeder Panzer-Portion etwas mehr an Krieg gewöhnt. Dass dieser Gewöhnungsprozess auch gewaltig nach hinten losgehen kann, scheinen die Krieger auf beiden Seiten nicht auf ihrem Radarschirm zu haben. Es reicht deutschen Militärexperten in Bundeswehrhochschulen und Talkshows offenbar nicht, dass Deutschland bereits zwei Weltkriege gegen Russland geführt hat. Und Politiker, die sich dank ihrer späten Geburt mit Botanik (Biologe Hofreiter), Jugendbüchern (Verlagsrepräsentantin Strack-Zimmermann, Autor Robert Habeck) und dem Schutz von Paketboten vor Umgehung ihrer Arbeitnehmerrechte (Justizministerin Lambrecht) beschäftigen durften, zügeln die Krieger nicht, sondern stimmen ins Kriegsgeheul ein oder geben irgendwann in der Zukunft erschöpft auf, wie Lambrecht oder Rolf Mützenich.Eurofighter und KorvettenSollte sich die Anti-Putin-Koalition am 20. Januar auf der US-Airbase Ramstein also für die Lieferung schwerer Kampfpanzer entscheiden, darf man davon ausgehen, dass sich die Forderungen der Falken bereits am Tag danach auf weitere Waffensysteme richten werden: auf Kampfflugzeuge (Eurofighter, Tornado), Kampfschiffe (Fregatten, Korvetten, U-Boote), Bodentruppen und so weiter. Denn es wird nie genug sein. Russland seinerseits wird alles an Waffen und „Menschenmaterial“ einsetzen, was es zu bieten hat, ohne Rücksicht auf Verluste.In der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs starben in den Schlachten an der Ostfront täglich 5.000 deutsche Soldaten, allein im September 1944 verlor die Wehrmacht 440.000 Soldaten, im Durchschnitt waren es zwischen Juni 1941 und Dezember 1944 mehr als 120.000 Soldaten pro Monat. In fast jeder deutschen – und in fast jeder russischen – Familie gibt es Erinnerungen an Gefallene und Vermisste. Deshalb wollen die Deutschen, laut ARD-Umfrage vom 5. Januar, mit Zwei-Drittel-Mehrheit keine Ausweitung der Waffenlieferungen.Die US-Militärs aber, die über wenig direkte Kampferfahrung mit der russischen Armee verfügen, glauben, den Krieg schnell gewinnen zu können. General Mark Milley, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte, sagte bereits auf der Eröffnungskonferenz der Ukraine-Unterstützer in Ramstein Ende April 2022: „Die Zeit ist nicht auf der Seite der Ukraine.“ Man müsse also schnell handeln. Offenbar sind die Entscheidungsträger des Westens nun zu der Überzeugung gelangt, eine baldige Entscheidungsschlacht könne den Krieg abkürzen. Es ist an der Zeit, wieder einmal Barbara Tuchmans 1984 veröffentlichte Studie Die Torheit der Regierenden. Von Troja bis Vietnam zu lesen.





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Von Veritatis

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