Die freien Medien Report24, RTV und AUF1 haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Skandal um die Helnwein-Bilder in Gmunden in der Bevölkerung und bei der Politik zu hinterfragen. Seit wenigen Tagen hängen dort im öffentlichen Raum gigantische Fotos, in denen Kritiker Anspielungen auf Pädophilie und Pädosadismus vermuten, Befürworter pochen auf die Freiheit der Kunst. Nach einer Interviewreihe mit Passanten haben wir heute Vormittag die Politik befragt.

Report24 Chefredakteur Florian Machl war am 1. Februar vor Ort in Gmunden, um nach der gestrigen Interviewreihe mit Passanten (Report24 vor Ort in Gmunden: Helnweins Werke zwischen Kunst und Perversion) die Politik um ihre Meinung zu bitten. Vor das Mikrofon traten DI Rüdiger Fritz, Baustadtrat der FPÖ Gmunden, der Schauspieler und Autor Erich Josef Langwiesner, Ersatzgemeinderat der Grünen in Gmunden sowie Landtagsabgeordneter Manuel Krautgartner von der MFG, der in Gmunden beheimatet ist. Und so liefert Report24 die Meinungsvielfalt, die man vom ORF erhoffen würde, aber nicht bekommt – eine Abwechslung von für und wider, mit interessanten Argumenten.

„Man kann nicht alles tolerieren, das als Kunst präsentiert wird“

Herr Fritz, selbst Familienvater, kann dieser Kunst nichts abgewinnen. Speziell das Kind in der SS-Uniform, das über dem Eingang zum ehemaligen Stadttheater hängt, solle bald wieder abmontiert werden. Dafür will man sich im Gemeinderat einsetzen. Die genauen Planungen für die Kunstaktion waren laut Fritz geheim, dem Kulturausschuss der Stadt wurden die Sujets bis zuletzt nicht vorgelegt. Jedenfalls könne man nicht alles tolerieren, das als Kunst präsentiert wird. Die FPÖ kommentiert die Kunstaktion auch mit einem Social-Media Sujet: „So sind wir nicht!“.

„Stehe hier mit Begeisterung vor diesen Helnwein-Bildern“

Eine völlig andere Meinung vertritt der Politiker der Grünen, Erich Josef Langwiesner, der schon seit langer Zeit in der Gemeindepolitik tätig ist. Selbst darstellender Künstler und Autor kennt er auch die Werke Helnweins schon seit langem. Er sieht darin weder eine Anspielung auf Pädophilie noch einen Zwang für die Öffentlichkeit, sich mit diesen Bildern auseinanderzusetzen. Er ist begeistert darüber, dass in Gmunden endlich solche internationale Kunst im öffentlichen Raum Einzug hält. Als Machl ihn darauf hinweist, dass die küssenden Mädchen auf dem Bild sehr jung und mutmaßlich völlig nackt sind, betrachtet er das Bild erneut.

„Eine Farce für die Menschen vor Ort, das hat mit Kultur gar nichts zu tun“

Viel Zeit nahm sich auch Landtagsabgeordneter Manuel Krautgartner von der MFG, der in Gmunden wohnt. Er sieht mit dieser Art von „Kunst“ eine Rote Linie überschritten. Er weist darauf hin, dass die jungen Mädchen auf dem Bild durch Bildbearbeitung wohl künstlich gealtert wurden – denn sie weisen viele graue Haarsträhnen auf. Mit den Werten in der Region oder in Österreich wäre so eine Kunst nicht vereinbar. Vielmehr öffne man damit Tür und Tor für Pädophilie. Dabei solle Kunst und Kultur verbinden, sinnstiftend sein und nicht auseinanderdividieren und trennen. Solche Aktionen wären ein Politikversagen auf allen Ebenen. Wie solche Arbeiten auf Gewalt gegen Kinder hinweisen sollen, ist Krautgartner nicht ersichtlich.



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Von Veritatis

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