Wir können uns an dieser Stelle fast nur wiederholen: Altersarmut in Deutschland scheint ein immer gravierenderes Problem zu werden. Mittlerweile würden einem Bericht des Bayrischen Rundfunks nach immer mehr älter Menschen zur Tafel gehen – und damit letztlich auf Spenden von Lebensmitteln angewiesen sein.

25 % aller Menschen, die bei den Tafeln vorstellig werden, seien im Rentenalter, so die Information. Auch künftig würde es wohl immer mehr Rentner zu den Tafeln ziehen, so die weitere Erwartung. Das untermauern auch andere Zahlen:

„Laut Sozialministerium haben über 50 % der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland eine offizielle Rente in Höhe von weniger als 1.100 Euro monatlich. Dies sind – so die Antwort auf eine Anfrage von Sahra Wagenknecht – 10,1 Millionen Menschen. Zudem würden 12,4 Millionen Menschen insgesamt weniger als 1.300 Euro beziehen sowie 15,1 Millionen Menschen weniger als 1.600 Euro.

Das wird sich kaum ändern, so die demografische Entwicklung, über die wir schon berichtet haben.

„Da die Jungen immer weniger und die Alten immer zahlreicher werden, wächst schon seit Jahren der Druck auf das System. Den gordischen Knoten zerschlagen konnte bislang keiner der gewählten Lösungsansätze. Das liegt sicher auch daran, dass Politiker die nächsten Wahlen gewinnen möchten und sich daher gut überlegen, ob sie es sich mit einer zahlenmäßig starken Gruppen verscherzen wollen oder nicht.

Die politische Waage schlägt damit zwangsläufig immer stärker zur Seite der älteren Generation aus, denn sie wird durch den demographischen Wandel im Verhältnis zur Jugend immer stärker. So gesehen haben es die Älteren auf den ersten Blick leichter, sich gegen die jüngeren Jahrgänge durchzusetzen und ihre Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Macht der Unterdrückten war zu jeder Zeit das Wort Nein

Auf den zweiten Blick sehen die Machtverhältnisse allerdings vollkommen anders aus, denn die hochfliegenden politischen Pläne – egal aus welchem politischen Lager – setzen eines voraus: eine willige, leistungsbereite Jugend. Was aber, wenn diese an dieser Stelle nicht mehr mitspielt und das Spielfeld einfach verlässt?

Man kann nur verteilen, was zuvor erwirtschaftet wurde und Wohltaten, egal für wen und welchen Zweck, setzen Überschüsse voraus. Ansonsten wird wie in der späten DDR nur der Mangel verwaltet. Läuft die deutsche Rentenversicherung auf einen solchen Zustand zu?

Die Gefahr ist nicht auszuschließen, denn die Jugend ist sich ihrer Macht durchaus bewusst und auch ohne Bewusstsein kann der Zug sehr leicht in diese Richtung fahren. So werden die, die keine Lust haben, über Gebühr für die Finanzierung der Renten zu arbeiten, einfach auswandern. Gute Leute sind überall gefragt.

Aber auch die, die dem Land am Ende nicht den Rücken zuwenden, können leicht aus dem für sie reichlich unvorteilhaften System aussteigen. Das tun sie ganz einfach, indem sie weniger arbeiten. Wenn ohnehin nicht mehr viel vom Bruttolohn übrig bleibt, dann kann man auch getrost die Arbeit Arbeit sein lassen und lieber unbezahlt aber glücklich im Wald spazieren gehen oder mit den eigenen Kindern spielen.“





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Von Veritatis

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