Schon wieder verrechnet: Der Wirtschaftsminister ließ jetzt in einer Talkshow wissen, was wohl passiert, wenn ein Auto nicht mehr 15.000 Euro kostet, sondern 20.000 Euro. Das wäre eine Preissteigerung um 5.000 Euro – oder um etwa 33 %. Robert Habecks Taschenrechner – oder der Kopf-Taschenrechner – sprach von 25 %. Der Wirtschaftsminister zog damit viel Spott in den sozialen Medien auf sich.

Das erinnert an andere Rechenkunststückchen.

Wirtschaftsminister Habeck hat jetzt bekannt gegeben, es würde in Deutschland einen „konjunkturellen Wendepunkt“ geben. Grundlage dieser Annahme: Das Wirtschaftswachstum werde nicht mehr nur 0,2 % betragen, sondern auf 0,3 % steigen. Das bedeutet: Es geht um 0,1 Prozentpunkte voran. Der Wirtschaftsminister geht von einem „Erfolg“ aus oder zumindest davon, dass sich also „Erfolge“ präsentieren würden.

Die tatsächlich relevanten Wachstumszahlen kommen aus anderen Regionen. Die USA rechnen mit 2,2 % und China wohl mit 4,6 %. Aber vielleicht ticken die Uhren in grünen Rechenschiebern anders.

Das hat sich auch kürzlich bereits einmal gezeigt.

Das hat gesessen Der EU-Parlamentarier Michael Bloss meint sich freuen zu müssen. Er meint: „Kurz und knapp. Danke, Habeck“ und verweist auf die niedrigere Inflationsrate im Land, die es im März zu verzeichnen gibt. Peinlich, peinlich. Eine niedrigere Inflationsrate bedeutet, dass die Preise ausgehend vom Vorjahres- oder Vormonatsstand, je nach Darstellung, nicht mehr ganz so schnell steigen. Wenn die Preise sinken würden, würde nicht die Inflationsrate einfach nur sinken, dann wäre sie negativ. Das mag in privaten Bewertungen schon mal daneben gehen, allerdings ist hier ein Parlamentarier in aller Öffentlichkeit aktiv unterwegs.

Kann der Mann nicht rechnen – oder will er nicht rechnen

Die Häme im Netz jedenfalls war recht schnell groß. Der Politiker korrigierte seine Darstellung. Am Sachverhalt jedoch ändert sich weiterhin recht wenig. Es stellt sich die Frage, ob der Politiker nicht rechnen kann – oder zum Beispiel die Inflationsrate gar nicht kennt – oder ob er seinen Parteifreund und Wirtschaftsminister Robert Habeck mit echten Fake News dennoch in besserem Licht darstellen wollte. Also: Lüge oder vollkommene Unfähigkeit?

Wenn jemand im EU-Parlament sitzt, sollten die Grundlagen der Bewertung der gesellschaftlichen Verhältnisse und des Zusammenlebens schon bekannt sein. Das vorausgesetzt, zumal Parlamentarier auch noch Mitarbeiter haben und ohne zeitlichen Druck jederzeit posten können, ist wohl tatsächlich möglich, dass es um eine willentliche Aussage gegangen sein kann. Fairerweise sei erwähnt. Der Politiker hat korrigiert: „Der Preisanstieg“ soll jetzt weiter sinken. Erklärt wurde der Fauxpas indes nicht – vielmehr kam der Zusatz, dass manche Preise tatsächlich sinken würden. Seltsam bleibt die Aussage dennoch.

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Von Veritatis

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