Von Kai Rebmann

Die Vorbehalte gegen Gentechnik sind bei vielen vor allem dann besonders groß, wenn es um entsprechend modifizierte Lebensmittel geht. Deutlich weniger Probleme haben dieselben Bedenkenträger aber, wenn eben solche Stoffe direkt in unsere Venen gespritzt werden sollen. So war es bei der sogenannten Corona-Impfung und so zeichnet es sich jetzt auch wieder bei einer neuartigen Immunisierung gegen RSV ab.

Ab sofort sollen Neugeborene in Deutschland „möglichst rasch“ nach der Geburt gegen das Respiratorische Synzytial-Virus immunisiert werden. Konkret heißt das, im Rahmen der „Vorsorgeuntersuchung U2, die am 3. bis 10. Lebenstag durchgeführt wird.“ So empfiehlt es das Robert Koch-Institut (RKI), das hierzu auf eine aktuelle Pressemitteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO) verweist.

Doch damit noch nicht genug. Weiter heißt es: „Erstmalig spricht die STIKO eine Prävention mit monoklonalen Antikörpern als Standardempfehlung aus.“ Gemeint ist damit in diesem Fall der Wirkstoff Nirsevimab, sprich ein Präparat, das in der Gentechnik aus den Ovarialzellen des Chinesischen Goldhamsters gewonnen und hergestellt wird.

Brandstifter will den Feuerwehrmann mimen

Dabei spielte das RSV in der öffentlichen Wahrnehmung bis vor wenigen Jahren überhaupt keine Rolle. Eine Infektion mit diesem Erreger, die in der Regel die unteren Atemwege betrifft und sich durch Husten, Schnupfen und Fieber bemerkbar macht, war für Babys ebenso normal wie in den meisten Fällen auch nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Das änderte sich erst, als das Virus ab dem Spätjahr 2022 auf Kinder traf, die infolge der Corona-Maßnahmen über praktisch keinerlei natürliche Immunität mehr verfügten.

Plötzlich war und ist RSV in aller Munde. Schwere bis hin zu tödliche Verläufe einer zumindest bei ansonsten gesunden Babys eher harmlosen Erkrankung nahmen in einem nie zuvor gekannten Ausmaß zu. Kinderkliniken in ganz Deutschland – und nicht nur da – standen zeitweise vor dem Kollaps, das Gesundheitssystem zeigte sich überlastet, wie es selbst zu „besten“ Corona-Zeiten zu keinem Zeitpunkt war.

Diese Hintergründe sind wichtig, um die jüngste Empfehlung aus dem Haus besser einzuordnen, das für einen Großteil der so verhängnisvollen Corona-Maßnahmen mitverantwortlich zeichnete. Denn einmal mehr betreiben RKI und STIKO schlicht Augenwischerei, wenn versprochen wird, dass es sich bei Nirsevimab um einen Antikörper handele, „der nach Verabreichung einen sofortigen Schutz gegen RSV-Erkrankungen“ biete und bei „zeitgerechter Gabe über die gesamte 1. RSV-Saison“ schütze.

Diese Sätze suggerieren frischgebackenen Eltern, dass ihr Neugeborenes dadurch einen vollständigen und sicheren Schutz gegen RSV und die hierdurch ausgelösten Krankheiten erhält. Doch davon wollen nicht einmal die Hersteller etwas wissen. Und auch die Behörden anderer Länder geben sich deutlich vorsichtiger. So geht etwa die australische TGA (Therapeutic Goods Administration) von einer Schutzwirkung im Bereich von 75 bis 80 Prozent aus.

Monoklonale Antikörper sind ‚im Labor hergestellte Proteine‘

Bei monoklonalen Antikörpern handelt es sich streng genommen ebenso wenig um eine Impfung im klassischen Sinne wie bei den als solche bezeichneten Genfähren im Zusammenhang mit Corona. Dr. Sandra Fryhofer, eine renommierte Expertin für Innere Medizin und Professorin an der Emory University in Atlanta (USA), erklärt das Wirkprinzip von Nirsevimab und Konsorten in einem Interview so:

„Mit einem Impfstoff verabreichen Sie ein Präparat, um die körpereigene Immunreaktion zu stimulieren und so vor einer bestimmten Krankheit zu schützen. Das ist impfinduzierte Immunität. Diese monoklonalen Antikörper bieten passive Immunität. Es sind im Labor hergestellte Proteine, die die Fähigkeit des Immunsystems zur Bekämpfung von Infektionen nachahmen. Sowohl Impfstoffe als auch monoklonale Antikörper gelten als Immunisierungen.“

Und auch über die Kosten weiß Fryhofer einiges zu berichten. So hätten Vertreter des Pharma-Giganten Sanofi bei einer entsprechenden Tagung in den USA einen „wahrscheinlichen Preis“ von 395 bis 495 Dollar pro Dosis genannt, und zwar unabhängig davon, ob – je nach Gewicht des Babys – 50 oder 100 mg des Stoffs verabreicht werden.

Noch lukrativer wird das Geschäft der Expertin zufolge bei älteren Kindern, die in ihre „zweite RSV-Saison“ eintreten. Hier würden 200 mg verabreicht, was nicht nur der doppelten Dosis entspreche, sondern auch doppelt so hohen Kosten in Höhe von „fast 1.000 Dollar für diese Schutzdosis für die zweite Saison.“

Ein Gewinner der erstmals ausgesprochenen STIKO-Empfehlung für eine Immunisierung durch monoklonale Antikörper steht auf jeden Fall jetzt schon fest!

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

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